{"id":306,"date":"2020-12-26T22:14:11","date_gmt":"2020-12-26T21:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/praxisniehaus758606247.wordpress.com\/?page_id=306"},"modified":"2020-12-26T22:14:11","modified_gmt":"2020-12-26T21:14:11","slug":"kinder-und-jugendlichen-psychotherapie-als-angebot-der-privaten-und-gesetzlichen-krankenkasse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/praxis-niehaus.de\/?page_id=306","title":{"rendered":"Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (als Angebot der privaten und gesetzlichen Krankenkasse)"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 20 Jahren.\u00a0<br><br>Bei verschiedenen Problemen und St\u00f6rungen ist eine Psychotherapie sinnvoll, manchmal zus\u00e4tzlich zu einer medizinischen Behandlung. Hierzu geh\u00f6ren zum Beispiel:<br><br><strong>\u00c4ngste<\/strong><br>z.B. Trennungs\u00e4ngste von den Eltern, Schulangst, \u00c4ngste \u00f6ffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, \u00c4ngste vor Tieren wie z.B. Hunden, \u00c4ngste zu err\u00f6ten\/aufzufallen\/sich zu blamieren, \u00c4ngste vor Versagen oder Fehler zu machen, Panikattacken u.a.m.<br>\u00c4ngste kennt jeder, da Angst eine normale und lebenswichtige Reaktion auf eine Gefahr ist. Diese Schutzfunktion kann zu einer Krankheit werden, wenn sie in eigentlich harmlosen Situationen auftritt und nicht mehr zu kontrollieren ist. K\u00f6rperliche Symptome wie (bei Kindern u.a. sehr oft ge\u00e4u\u00dferte) Bauchschmerzen f\u00fchren zur Vermeidung der angstbesetzten Situation. Die Angst gewinnt immer mehr Macht und schr\u00e4nkt die Lebensqualit\u00e4t und Mobilit\u00e4t der ganzen Familie ein.<br><br><strong>Depressionen<\/strong><br>Depressionen \u00e4u\u00dfern sich bereits bei Kindern, sie werden allerdings h\u00e4ufig nicht rechtzeitig erkannt. Symptome sind u.a.: h\u00e4ufige Traurigkeit, Weinen, Sorgen um Banales, verminderte Spielaktivit\u00e4t\/Spielunlust, Interessenlosigkeit, Schlafst\u00f6rungen, Appetitlosigkeit, verminderte Schulleistungen, Konzentrationsst\u00f6rungen, Gereiztheit, Selbstwertproblemen, negative Zukunftsperspektive, R\u00fcckzug, Stimmungsschwankungen aber auch erh\u00f6hte Unruhe und Aggressivit\u00e4t.<br><br><strong>ADHS\/ADS<\/strong><br>Das Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivit\u00e4t)-Syndrom \u00e4u\u00dfert sich in situations\u00fcbergreifender Unaufmerksamkeit, leichter Ablenkbarkeit, Sprunghaftigkeit\/geringes Durchhalteverm\u00f6gen, (\u00dcberaktivit\u00e4t), Impulsivit\u00e4t bei allt\u00e4glichen Abl\u00e4ufen. Dadurch bedingt kommt es h\u00e4ufig zu Konflikten in der Schule, Probleme mit Erledigung von Aufgaben, Frustration auf Seiten des Kindes und der Eltern.<br><br><strong>Zw\u00e4nge<\/strong><br>Zw\u00e4nge zeigen sich in Handlungen oder Gedanken, die unn\u00f6tig st\u00e4ndig wiederholt werden (m\u00fcssen). Dazu geh\u00f6ren abergl\u00e4ubische Rituale, die den Alltag anfangen zu bestimmen, aber auch \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Kontrollieren oder Ordnen mit Reaktionen von Wut\/Verzweiflung auf Ver\u00e4nderung z\u00e4hlen hierzu. Trotz Wissens um die \u201eIrrationalit\u00e4t\u201c werden die Zw\u00e4nge aufgrund von \u00c4ngsten, Ekel oder auch Depressionen weiter ausge\u00fcbt und st\u00f6ren zunehmend die Alltagsbew\u00e4ltigung und das Zusammenleben.<br><br><strong>Tics<\/strong><br>Zu Tics z\u00e4hlen st\u00e4ndig wiederholt auftretende unwillk\u00fcrliche Bewegungen (st\u00e4ndiges Zwinkern, Augen verdrehen, Schulterzucken\u2026) oder Produktionen von Ger\u00e4uschen (r\u00e4uspern\u2026) bzw. Worten, was die Kinder\/Jugendliche teilweise selber gar nicht bemerken. Sie k\u00f6nnen es nicht unterdr\u00fccken (vergleichbar wie bei einem Schluckauf) und leiden unter der Aufmerksamkeit, die sie damit erwecken.<br><br><strong>Essst\u00f6rungen<\/strong><br>Hierunter fallen u.a. Magersucht (Anorexie), Ess-Brechst\u00f6rung (Bulimie), manche Formen des \u00dcbergewichts. Bei der Magersucht entsteht ein Kreislauf aus Hungern, Angst vor Gewichtszunahme und einem gest\u00f6rten Selbstbild von \u201ezu dick\u201c sein mit diversen k\u00f6rperlichen Folgeerscheinungen. Bei bulimischen Symptomen kommt es zu einem Kontrollverlust w\u00e4hrend des Essens mit Fressattacken und oft anschlie\u00dfenden Ma\u00dfnahmen, um der gef\u00fcrchteten Gewichtszunahme entgegenzuwirken (Erbrechen, Abf\u00fchrmittel, Entw\u00e4sserungstabletten oder extremer Sport). Auch hier treten diverse k\u00f6rperliche Folgeerscheinungen auf. Bei binge-eating-Symptomen treten h\u00e4ufige Fressanf\u00e4lle auf mit gro\u00dfen Schuldgef\u00fchlen und Selbstzweifeln, aber im Vergleich zu den anderen Essst\u00f6rungen ohne gegensteuernde Ma\u00dfnahmen.<br><br><strong>Belastungsst\u00f6rungen\/Traumafolgest\u00f6rungen<\/strong><br>Nach extremen Erfahrungen\/Erlebnissen k\u00f6nnen psychisches Leiden und Ver\u00e4nderungen auftreten, wie nach schweren Unf\u00e4llen, Gewalterfahrungen\/Missbrauch, Tod eines Angeh\u00f6rigen, Entf\u00fchrung, Naturkatastrophen, aber auch nach schweren Belastungen oder Lebensver\u00e4nderungen wie Umzug, Trennung der Eltern. Es kann vorkommen, dass die Beschwerden anhalten oder sogar erst nach Wochen oder Monaten, aber auch erst nach Jahren auftreten und die Betroffenen in Form von z.B. \u00c4ngsten\/Sorgen\/Depressionen\/Aggressivit\u00e4t\u2026 beeintr\u00e4chtigen.<br><br><strong>Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen\/Borderline-St\u00f6rung<\/strong><br>Auch wenn Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen erst im Erwachsenenalter diagnostiziert werden, zeigen Jugendliche oft schon Akzentuierungen der St\u00f6rungen unter denen sie leiden. Die z.B. Borderline-St\u00f6rung (emotional instabile Pers\u00f6nlichkeit) \u00e4u\u00dfert sich in \u00fcber die Pubert\u00e4t hinausgehenden Symptomen wie pl\u00f6tzliche und unkontrollierbare Anspannung\/innerem Druck, rasch wechselnde launenhafte Stimmung, Impulsivit\u00e4t, emotionale Krisen, instabiles Selbstbild, Selbstsch\u00e4digungen und Suizidgedanken.<br><br><strong>Dissoziative St\u00f6rungen<\/strong><br>Hierunter f\u00e4llt eine Vielzahl von Beschwerden unterschiedlicher Art. Ihnen gemeinsam sind, dass Gedanken, Gef\u00fchle, Realit\u00e4tswahrnehmung und Verhalten nicht mehr automatisch miteinander koordiniert sind, sondern es zu Abspaltungen einzelner Teile kommt: Die Umwelt erscheint unwirklich, man \u201esteht neben sich\u201c oder sp\u00fcrt den eigenen K\u00f6rper nicht mehr. Es kann zu Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen kommen.<br><br><strong>Schlafst\u00f6rungen<\/strong><br>Hierunter fallen: Einschlafprobleme, Durchschlafschwierigkeiten, Alptr\u00e4ume, \u201eNachtschreck\u201c (n\u00e4chtliches Schreien ohne aufzuwachen\/pavor nocturnus), Schlafwandeln, fr\u00fchzeitiges Erwachen. Leidet ein Kind in der Familie unter Schlafst\u00f6rungen, ist die Situation f\u00fcr Kinder wie Eltern sehr schwer, da der Schlafmangel, aber auch die Hilflosigkeit, dem Kind zum Schlaf zu verhelfen, u.a. zu \u00c4ngsten, Depressionen, Aggressivit\u00e4t f\u00fchren kann.<br><br><strong>Einn\u00e4ssen\/Einkoten<\/strong><br>Ab dem Alter von 4 Jahren (Einkoten) \/ 5 Jahren (Einn\u00e4ssen) wird n\u00e4chtliches Bettn\u00e4ssen (ohne aber auch mit zwischenzeitlichen l\u00e4ngeren Zeiten von \u201eTrocken-Seins\u201c), Einn\u00e4ssen tags\u00fcber und Einkoten diagnostiziert. Aus verschiedenen Gr\u00fcnden kann es zu diesen f\u00fcr die Kinder und Eltern meist sehr mit Scham besetzten Problemen kommen: Diesen kann mit verschiedenen verhaltenstherapeutischen Methoden oft sehr gut begegnet werden (wenn keine k\u00f6rperliche Ursache vorliegt, die selbstverst\u00e4ndlich abgekl\u00e4rt werden muss).<br><br><strong>Chronische Schmerzen<\/strong><br>Bei den unterschiedlichen Beschwerden wie Migr\u00e4ne, Spannungskopfschmerzen, Neurodermitis, Bauchschmerzen, \u00dcbelkeit sind meist Stress- und Belastungsfaktoren an der Entstehung\/Aufrechterhaltung mit beteiligt, so dass die rein medizinische Behandlung um eine qualifizierte Psychotherapie erweitert werden sollte.<br><br><strong>St\u00f6rungen im Sozialverhalten<\/strong><br>Probleme mit Regeleinhaltungen, respektloses und freches, auch bis zu delinquenten Verhalten, Klauen und L\u00fcgen, sowie verbale und k\u00f6rperliche Aggressionen werden u.a. hierunter gez\u00e4hlt und haben im Alltag zu festgefahrenen Situationen gef\u00fchrt, aus denen die Familie oft nicht mehr alleine herausfindet.<br><br><strong>Entwicklungsst\u00f6rungen (Autimusspektrumst\u00f6rungen\/Asperger)<\/strong><br>Auff\u00e4lligkeiten in der Entwicklung der rezeptiven\/expressiven Sprache (Kommunikation), qualitative Beeintr\u00e4chtigung der sozialen Interaktion\/Einf\u00fchlung, sehr eingeschr\u00e4nkte Interessen und Aktivit\u00e4ten, Auff\u00e4lligkeiten im Spielverhalten, Stereotypien\/Manierismen, zwanghafte Anh\u00e4nglichkeit an spezifischen Ritualen k\u00f6nnen zu den unterschiedlich ausgepr\u00e4gten Symptomen geh\u00f6ren. Die Besonderheit dieser Entwicklung bedarf spezieller Unterst\u00fctzung des Betroffenen, aber auch der Familie und Erzieher\/Lehrer.<br><br><strong>Emotionale Auff\u00e4lligkeiten\u00a0<\/strong>(wie Geschwisterrivalit\u00e4t, Identit\u00e4tsst\u00f6rung, Bindungsst\u00f6rungen, Mutismus (Sprechverweigerung au\u00dferhalb der Familie)).<br><br><br>Ob eine \u201epsychische St\u00f6rung\u201c vorliegt, kann nur im Rahmen des diagnostischen Prozesses gekl\u00e4rt werden und ist h\u00e4ufig nicht auf den ersten Blick zu entscheiden. Alle weiterf\u00fchrende Fragen k\u00f6nnen im Rahmen eines Erstgespr\u00e4ches gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich arbeite mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 20 Jahren.\u00a0 Bei verschiedenen Problemen und St\u00f6rungen ist eine Psychotherapie sinnvoll, manchmal zus\u00e4tzlich zu einer medizinischen Behandlung. Hierzu geh\u00f6ren zum Beispiel: \u00c4ngstez.B. 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